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Den Spinnern und Färbern auf der Spur
Schüler des Kaiser-Karls-Gymnasiums haben am Pilotprojekt "denkmal aktiv" teilgenommen. Ausstellung im Bezirksamt Laurensberg führt in die Geschichte der Aachener Textilindustrie. Umfassende Dokumentation in Arbeit.
Von unserem Redaktionsmitglied Doris Schlachter
Laurensberg. Auf die Spuren alter Mühlen und Fabriken am Wildbach haben sich Schüler des Kaiser-Karls-Gymnasiums gemacht. Die Ergebnisse sind noch bis zum 30. Januar in Form einer interessanten Ausstellung im Bezirksamt von Laurensberg zu sehen.
"Das KKG ist eine von insgesamt 25 Schulen in ganz Deutschland, die während des Schuljahres am Pilotprojekt "denkmal aktiv" teilnahm, betreut und finanziert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Die Schüler sollten für die Bedeutung eines Denkmals in ihrem lokalen Umfeld sensibilisiert werden, sich also mit dem kulturellen Erbe vor ihrer Haustür beschäftigen", so Projektleiter Jochen Buhren.
Die Jugendlichen der Klasse 10c lernten die Gebäude am Wildbach und deren wassertechnisches Umfeld kennen, sichteten alte Pläne, Urkunden und Dokumente und führten Gespräche mit ehemaligen Fabrikanten und Mitarbeitern der Färbereien und Spinnereien. Auf der Grundlage dieser Recherchen stellten die Schüler die Ausstellung zusammen.
Daneben entstand ein Faltblatt, das einen industriegeschichtlichen Pfad auf den Spuren der Aachener Textilindustrie-Geschichte entlang des Wildbachs erschließt. Der Wanderweg beginnt an der Oberen Schurzelter Mühle und endet an der Soerser Mühle, führt über die Wildbacher Mühle und frühere Rahe-Mühle zur Streichgarnspinnerei Giljam und Schleifmühle bis hin zur Stockheider Mühle.
"Die Sehenswürdigkeiten sind wie Perlen an einer Kette aneinander gereiht, der circa vier Kilometer lange Spaziergang lohnt sich auf jeden Fall", betont Bezirksamtsleiter Detlev Fröhlke im Gespräch mit den "Nachrichten". Gemeinsam mit Bezirksvorsteher Udo Matthes hat er sich darum bemüht, die Ausstellung für Laurensberg zu gewinnen. "Wir haben sie im Katschhof gesehen und direkt gesagt: "Diese Ausstellung muss unbedingt hier hin."
Die Mühen haben sich gelohnt, denn die Ausstellung erfreut sich eines regen Publikumszuspruches, so Fröhlke und ergänzt: "Ich finde es toll, dass die Schüler sich so in das Projekt reingekniet haben. Sie haben sich mit dem Thema nicht nur während der Schulzeit, sondern auch i ihrer Freizeit beschäftigt. Für eine 10. Klasse ist das wirklich ein bemerkenswertes Ergebnis!"
Der Leiter des Bezirksamtes könnte sich gut vorstellen, dass sich die weiterführenden Schulen in Laurensberg ein Beispiel am Projekt des KKG nehmen und demnächst vielleicht auch einmal Laurensberger Themen aufgreifen.
Neben der Ausstellung arbeiten die Schüler an einer umfassenden Dokumentation über die Spinner und Färber am Wildbach. "Sie kommt voraussichtlich im Februar oder März heraus", so Jochen Buhren.
Aachener Nachrichten vom 09.01.04
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